Schilddrüsenhormone wirken vielfältig
Die Schilddrüse ist in ihrer Funktion komplex und vielfältig. Sie bildet die Hormone Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4). Durch den Hypothalamus (Abschnitt im Zwischenhirn) und die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) wird die Schilddrüse gesteuert und mit einem komplizierten Feedback-Mechanismus kontrolliert.
Um Schilddrüsenhormone bilden zu können, braucht der Körper unbedingt Jod. Im T4 sind nämlich vier Jodatome, im T3 drei Jodatome eingebaut. Jod wird mit der Nahrung oder dem Trinkwasser in Form von Jodid-Ionen aufgenommen. Bei Jodmangel entsteht eine Unterfunktion der Schilddrüse, die dann zuwenig Schilddrüsenhormone bildet.
Die Schilddrüsenhormone gelangen über die Blutbahn in die Zellen und entfalten dort ihre Wirkung. Bei Kindern fördern sie das Wachstum. Im Erwachsenenalter steigern sie den Stoffwechsel in den Geweben, mit Ausnahmen des Gehirns und der Hoden. Die wichtigste Funktion der Schilddrüsenhormone ist aber ihre Wirkung auf andere Hormondrüsen: Sie stimulieren die Hypophyse zur Abgabe von Wachstumshormon, fördern die Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse und regen die Tätigkeit der Nebenniere an. Auch eine Wechselwirkung mit Sexualhormonen ist bekannt.

