Poröse Knochen auch bei Männern
Osteoporose ist die häufigste Knochenkrankheit in Deutschland. Noch vor einigen Jahren galt die Osteoporose als typische Frauenkrankheit nach der Menopause. Doch auch Männer in den besten Jahren können betroffen sein. Laut Statistik wird bei jedem fünften Mann eine Osteoporose diagnostiziert. Lange Zeit wurde die Erkrankung unterschätzt und erst als Osteoporose wahrgenommen, wenn Komplikationen offenkundig wurden. Dabei kann die Knochenkrankheit bei richtiger Vorsorge vermieden oder bei Früherkennung gestoppt und geheilt werden.
Brüchige Knochen
In jungen Jahren wird die Knochensubstanz ständig erneuert und die Knochendichte nimmt zu. Der Knochen ist ein lebendes Gewebe und besteht aus Eiweiß (Kollagen) und Kalziumphosphat. Das Kollagen bildet ein weiches Netz über den Knochen, das Kalzium ist für die Härte der Knochen verantwortlich. Mit zunehmendem Alter wird mehr Knochenmasse abgebaut, der Aufbau gelingt nur noch langsam. Ist die Knochenmasse zu gering, wird der Knochen brüchig.
Schleichender Prozess
Osteoporose ist eine schleichende Krankheit und macht sich oft erst im fortgeschrittenen Alter bemerkbar. Alltägliche Situationen wie heftiges Anstoßen können zu Knochenbrüchen oder Wirbeleinbrüchen führen. Dauerschmerzen sind die Folge. Meist wird die Erkrankung erst diagnostiziert, wenn ein Knochenbruch vorliegt.

