Diagnose eines Testosteronmangels
Oft hindern Eitelkeit oder Angst vor Prestigeverlust Männer daran, sexuelle Probleme offen anzusprechen. Den Weg zum Hausarzt oder zum Urologen sollte man aber nicht scheuen, denn in vielen Fällen kann die Medizin helfen. Viele Urologen haben bereits spezielle Männer-Sprechstundeneingerichtet, in der auf altersbedingte Beschwerden und Erkrankungen besonders eingegangen wird.
In der Sprechstunde führt der Arzt eine gründliche Anamnese durch, erfasst also die Krankengeschichte. Er wird weiter nach dem individuellen Lebensstil, vor allem Nikotin- und Alkoholkonsum, Ernährungsgewohnheiten und Stress fragen, denn das sind wichtige Faktoren, die die Testosteronproduktion ebenfalls beeinflussen können. In einer körperlichen Untersuchungwerden Gewicht, Blutdruck und die Prostata untersucht. Eine Labordiagnostik gibt Aufschluss über Blutfett- und Leberwerte, Testosteron, sexualbindendes Globulin, oft auch Wachstumshormon und weitere medizinische Parameter.
Die normale Konzentration des Testosterons im Blutserum beim erwachsenen Mann beträgt 12-35 nmol/l. Da die Hormonwerte von Mann zu Mann sehr stark schwanken, gibt es keine exakten Ausgangswerte, ab denen behandelt werden muss. Experten haben sich darauf geeinigt, dass Werte über 12 nmol/l keiner Therapie bedürfen. Männer mit Werten unter 8 nmol/l profitieren meist von einer Therapie.
In der Grauzone dazwischen ist es für eine Therapie entscheidend, ob noch andere Symptome wie nachlassende Libido, Fettleibigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsmangel, Erektionsschwächen, verminderte Muskelkraft und Vitalität hinzukommen.
