Urologisches Lexikon
A
- Adenom
Gutartige Geschwulst mit Ursprung in drüsenbildendem Gewebe wie z.B. der Prostata. Ein Prostata-Adenom verursacht typischerweise u.a. Blasenentleerungsstörungen.
- Adipositas
Fettleibigkeit; Body-Mass-Index (BMI) über 30
- Anamnese
Krankengeschichte
- Anästhesie
Narkose
- Androgene
männliche Hormone. Das wichtigste Androgen ist das Testosteron, das hauptsächlich in den Hoden gebildet wird.
B
- Benigne Prostatahyperplasie
Häufigste Erkrankung des Mannes zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Es handelt sich um eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Anzeichen sind Störungen bei der Entleerung der Blase wie Nachträufeln, abgeschwächter Harnstrahl oder Verzögerungen beim Versuch der Blasenentleerung.
- Belastungsinkontinenz
Ungewollter Urinabgang in kleinen Mengen durch Erhöhung des Drucks im Bauchraum (z.B. beim Husten, Niesen, Lachen, Treppensteigen).
- Biopsie
Probeentnahme von Gewebe wie aus der Prostata.
C
- Corpus cavernosum
Schwellkörper
- Cystitis, interstitielle
Chronische Entzündung der Blasenwand, die mit Schmerz und Harndrang verbunden ist.
D
- Diabetes mellitus
Zuckerkrankheit
- Dranginkontinenz
Ungewöhnlich häufiger, plötzlich und stark auftretender Harndrang, der zu Urinverlust führt.
- Dysurie
Schmerzhafter Harndrang mit Erschwernis des Wasserlassens.
E
- Ejaculatio Praecox
Vorzeitiger Samenerguss.
- Enuresis
Unwillkürliches Harnlassen, Einnässen.
G
- Gonaden
Keim- oder Geschlechtsdrüsen.
- Gonadotropine
Gruppe von Sexualhormonen, die die Keimdrüsen stimulieren und an der Steuerung der Funktion und des Wachstums männlicher und weiblicher Geschlechtsorgane beteiligt sind. Bei Männern spielen follikelstimulierendes Hormon (FSH) und luteinisierendes Hormon (LH) eine Rolle.
H
- Hernie
Austreten von Bauchgeweiden, meist der Darm, durch eine Bauchwandlücke. Die Leistenregion ist besonders anfällig für Bauchwandbrüche.
- Hypogonadismus
Unvollkommene oder fehlende Ausbildung oder Rückbildung der primären ggf. auch sekundären Geschlechtsmerkmale aufgrund einer unzureichenden oder fehlenden Funktion der Hoden.
- Hypophyse
Die Hirnanhangdrüse ist Teil des Gehirns. Sie regt den männlichen Stoffwechsel und Hormone an wie z.B. das männliche Sexualhormon Testosteron.
I
- Impotenz
Unfähigkeit eine zufriedenstellende Erektion zu Erlangen oder zu Halten um einen befriedigende sexuelle Handlung ausführen zu können (auch Erektionsstörung, erektile Dysfunktion).
K
- Karzinom
Bösartiger Tumor, der durch entartete Zellen verursacht wird, die sich sehr schnell vermehren.
- Katheterismus
Einführung eines Katheders in ein Hohlorgan, wie der Harnröhre zur Diagnostik oder Behandlung.
M
- Miktion
Natürliche Harnentleerung der Blase.
N
- Nykturie
Häufiges nächtliches Wasserlassen.
O
- Osteoporose
Erkrankung bei der es zu einer Ausdünnung der Knochensubstanz und erhöhten Bruchneigung des Knochens kommt.
P
- Polyurie
Krankhaft übermäßige Harnausscheidung.
- Prostata
Die Prostata, auch Vorsteherdrüse, liegt vor der Blase. Bei jedem Wasserlassen wird der Harn von der Blase über die prostatische Harnröhre in die Harnröhre weitergeleitet
- Prostata-Adenom
Vergrößerung der Prostata durch Vermehrung der Zellen.
Prostatakrebs, bösartige Erkrankung der Prostata- PSA
Prostata spezifisches Antigen. Blutwert, der im Rahmen der Prostatavorsorge untersucht wird. Eine Erhöhung des Wertes kann bei einer Entzündung der Prostata, gutartiger Prostatavergrößerung oder einem Prostatakarzinom nachweisbar sein.
R
- Rektale Palpation
Untersuchung der Prostata und des Enddarms von innen.
S
- Sphinkter
Schließmuskel
T
- Testosteron
Männliches Sexualhormon, wird in den Hoden gebildet.
- Testosteronsubstitution
Testosteronersatztherapie
- TUR-P
Transurethrale Prostata-Resektion
Operationstechnik, bei der die Prostata durch die Harnröhre hindurch herausgeschält und entfernt wird.
U
- Ureter
Pathologisch veränderte, nach außen geleitete Mündung des Harnleiters.
- Uroflow
Harnflussmessung.
V
- Vasektomie
Derzeit sicherste, effektivste und einfachste Methode zur Fertilitätskontrolle beim Mann.
Z
- Zystoskopie
Blasenspiegelung. Untersuchung der Harnblase mittels eines Endoskops um festzustellen, wie weit die Harnröhre durch eine Prostatageschwulst eingeengt ist.
