Prostatakrebs – Die Vorsorge

In Deutschland ist ein bösartiger Tumor der Prostata die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Mit steigendem Lebensalter erhöht sich das Risiko, an dieser Krebsart zu erkranken. Regelmäßige Vorsorge kann helfen, einen Tumor rechtzeitig zu erkennen – und zu heilen.

Regelmäßige Termine beim Urologen steigern die Heilungschancen.

Lassen Sie Ihre Prostata regelmäßig durchchecken – es lohnt sich!

Spätestens ab dem 45. Lebensjahr sollten Männer ein Mal pro Jahr zur Prostatakrebs-Vorsorge beim Urologen erscheinen. Viele Krebsexperten raten sogar, die Vorsteherdrüse (so wird die Prostata auch genannt) bereits ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig überprüfen zu lassen. Vielleicht gehören auch Sie zu den Männern, die solche Hinweise zwar lesen und ernst nehmen, den Arztbesuch dann aber immer wieder aufschieben? Doch Aufraffen lohnt sich: Je früher Prostatakrebs entdeckt wird, desto besser stehen die Heilungschancen.

Sie können jederzeit einen Termin beim Urologen machen

Um die Vorsorgeuntersuchung beim Urologen wahrzunehmen, brauchen Sie keine Überweisung. Sie können einfach in der Praxis Ihrer Wahl anrufen und kurzfristig einen Termin ausmachen. Falls Sie noch keinen Urologen haben, können Sie mit unserem Arztfinder (Link) schnell und bequem einen Facharzt in Ihrer Nähe heraussuchen. Die freiwillige Prostata-Vorsorge vor dem 45. Lebensjahr kostet 15 Euro und wird nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Die Untersuchung ist harmlos und unkompliziert

Viele Männer drücken sich vor der Prostata-Vorsorge, weil der Gedanke an die dazugehörige körperliche Untersuchung bei Ihnen Angst und Unbehagen auslöst. Deshalb sei an dieser Stelle noch mal gesagt: Das rektale Abtasten der Prostata ist wirklich nicht schlimm! Die Untersuchung dauert meist nur wenige Augenblicke und ist nicht schmerzhaft. Bedenken Sie auch, dass ein Urologe diese Untersuchung fast täglich durchführt – absolute Routine!

Spätestens ab dem 45. Lebensjahr sollten Männer ein Mal pro Jahr zur Prostatakrebs-Vorsorge beim Urologen erscheinen.

So läuft die Prostata-Vorsorge ab

  1. Abtastuntersuchung

    Der Urologe schiebt einen Finger in den After und tastet Form und Größe der Prostata ab. Der Arzt verwendet dabei Gummihandschuhe und Gleitcreme. Das Gefühl kann für einen kurzen Moment etwas ungewohnt sein. Die Untersuchung geht aber schnell und tut nicht weh.

  2. PSA-Wert bestimmen

    Dem Vorsorge-Patienten wird fast immer auch Blut abgenommen, um den sogenannten „PSA-Wert“ zu überprüfen. Das „prostataspezifische Antigen“ (PSA) ist ein Eiweißstoff, den die Vorsteherdrüse bildet. Schnell ansteigende Werte gelten als Indiz, aber nicht als Beleg, für einen Prostata-Tumor.

Der PSA-Wert allein sagt wenig aus

Einige Urologie-Experten stehen dem PSA-Wert als Indikator für einen Tumor der Vorsteherdrüse kritisch gegenüber. Grund: PSA-Werte können von Monat zu Monat schwanken, auch höhere Ausschläge können durchaus vorkommen. Ein erhöhter PSA-Wert weist deshalb nur in Zusammenhang mit einem auffälligen Tastbefund auf einen Prostatatumor hin. Auch ist sorgfältig abzuwägen, ob wegen eines auffälligen PSA-Wertes eine Gewebeuntersuchung der Prostata (Prostata-Biopsie) vorgenommen wird.

Auch eine gesunde Lebensweise gehört zur Vorsorge

Die Prostata ist ein wichtiges, aber auch empfindliches Organ. Studien belegen: Die Vorsteherdrüse kann negativ auf äußere Einflüsse wie Rauchen, unausgewogene Ernährung, wenig Bewegung und Stress reagieren. Um Prostatakrebs vorzubeugen, sollten Sie deshalb neben regelmäßigen Check-ups beim Arzt auch auf eine gesunde Lebensweise achten. Seien Sie kein Vorsorge-Muffel – es lohnt sich!