Wie kommt es zu einer Erektion?

Eine verlässliche Erektion ist für fast jeden Mann wichtig. Für den Fall, dass Beschwerden auftreten oder beim Sex mal nicht alles nach Plan läuft, kann es hilfreich sein, mehr über den Penis und die Entstehung einer Erektion zu erfahren.

„Hauptsache, mein bestes Stück funktioniert!“

Vielleicht ist es auch bei Ihnen so: Der Penis sollte funktionieren und beim Sex mit der Partnerin oder dem Partner Vergnügen bereiten – körperliche Details interessieren da eigentlich nur am Rande. Ganz nach dem Motto: „Hauptsache, mein bestes Stück funktioniert!“

Penis und Erektion sind nicht so unkompliziert, wie viele denken

Spätestens, wenn Krankheitsanzeichen oder unerklärliche „Durchhänger“ auftreten, lohnt es sich, die Anatomie der männlichen Geschlechtsorgane und das Zustandekommen von Erektionen etwas genauer anzuschauen. Penis, Hoden und der Mechanismus der Erektion sind nämlich gar nicht so „einfach gestrickt“, wie man(n) vielleicht denkt.

Ein steifes Glied ist (auch) Nervensache!

Eine Erektion, also die Versteifung des männlichen Gliedes, wird durch die Steigerung des Blutzuflusses und gleichzeitige Drosselung des Blutabflusses im Penis möglich. Normalerweise sorgen bestimmte Signale aus dem Gehirn und dem Rückenmark dafür, dass sich die Schwellkörper im Penis mit Blut füllen und er steif wird.

An diesem Prinzip sind unzählige Schaltstellen, Hormone und Enzyme im Körper beteiligt, was den Mechanismus der Erektion kompliziert und störanfällig macht. Schon ein alltägliches Gefühl wie Stress kann den gesamten Prozess stören. Folge: Der Penis bleibt nicht hart oder die Erektion bleibt von Anfang an aus.

Nicht jede Erektion hat etwas mit Sex zu tun

Ganz klar: Das Wort Erektion bringt man zunächst fast immer mit sexueller Erregung (z.B. bei der Masturbation oder beim Sex mit der Partnerin) in Verbindung. Die meisten Männer bekommen allerdings mehrmals am Tag einen steifen Penis. Einige Erektionen haben dabei ganz „banale“, körperliche Gründe – die gar nichts mit der Sexualität des Mannes zu tun haben.

  1. Nächtliche Erektion

    Ein gesunder Mann hat pro Nacht ein bis fünf Erektionen. Diese dienen der Durchblutung des Penis. Während des Schlafens bleiben diese Erektionen meist unbemerkt.

  2. Morgen-Erektion („Morgenlatte“)

    Das Phänomen ist nichts weiter, als die letzte der nächtlichen Erektionen. Manchmal hält diese über das Aufwachen hinaus an.

  3. Erektion durch angenehme Gefühle

    Der männliche Körper kann auch auf nicht-sexuelle positive Gefühle wie Freude, Spaß oder körperliches Wohlbehagen mit einer Erektion reagieren.

  4. durch Zurückhalten des Harndrangs

    Muss ein Mann dringend auf Toilette, reagiert der Körper auf diesen Reiz auch manchmal mit einer Erektion.
    durch mechanische Reize: Schon das Reiben des Penis an der Innenseite der Hose oder das Einklemmen des Penis zwischen den Schenkeln kann zur (in diesem Moment oft unerwünschten) Versteifung führen.
    durch sexuelle Fantasien: Sex spielt sich manchmal nur im Kopf ab. Deshalb können auch Fantasien den Penis hart werden lassen.

  5. durch optische Reize

    Der Anblick eines erotischen Körpers, aber auch das bloße Betrachten von erotischen Bildern oder Filmen können, sogar in Sekundenschnelle, zur Erektion führen.

  6. durch negative Gefühle

    Oft wird angenommen, dass nur positive Gefühle Erektionen auslösen. Doch auch Todesangst, Schmerz oder Trauer können zu einer ungewollten Versteifung des Penis führen.

Gehen Sie regelmässig zur ärztlichen Kontrolle

Viele Männer gehen mit mulmigem Gefühl in die Praxis – aber der Arztbesuch ist halb so wild!

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