Mechanismus der Erektion

Die Entstehung einer Erektion ist eine hochkomplexe Angelegenheit. Erst in jüngerer Zeit wurde erkannt, dass Stickoxid (NO) ein wesentlicher Vermittler der Erektion des Penis ist. NO wird in der die Gefäße auskleidenden Gewebeschicht (Endothel) gebildet.

So verändert sich der Schwellkörper während der Erektion.

Hormone, Botenstoffe und Enzyme müssen perfekt zusammenspielen

Die körperlichen Vorgänge in den verschiedenen Phasen einer Erektion werden von einem fein abgestimmten Zusammenspiel vieler Botenstoffe (z.B. Stickstoffoxyid), Enzyme (z.B. Guanylatzyklase) und Hormone (z.B. Testosteron, Serotonin, DHEA, Oxytocin) ausgelöst und gesteuert. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt: Botenstoffe und Hormone werden in einer festgelegten Reihenfolge ausgeschüttet, wodurch bestimmte körperliche Reaktionen (z.B. Erweitern der Blutgefäße, Erschlaffen bestimmter Muskelzellen usw) zum richtigen Zeitpunkt ausgelöst werden.

Die Forschung hat erst in jüngerer Zeit herausgefunden, dass Stickoxid (NO) ein wesentlicher Vermittler der Erektion des Penis ist.

Die Entstehung einer Erektion in 4 Phasen

  1. Die Arterien, die den Penis mit Blut versorgen, erweitern sich.

    Gleichzeitig erschlaffen die glatten Muskelzellen. Durch diese Mechanismen gelangen größere Mengen Blut in den Penis und seine Schwellkörper.

  2. Durch die Größenzunahme der Schwellkörper steigt der Füllungsdruck im Penis.

    Sein fein verzweigtes Venengeflecht wird dadurch abgeklemmt. Jetzt kann nur noch wenig Blut aus dem Penis zurück in den Körper fließen.

  3. Das Glied wird länger, dicker und richtet sich auf:

    Es kommt zur Erektion.

  4. Nach dem Erreichen des sexuellen Höhepunkts lassen die sexuelle Erregung und damit die Blutzufuhr im Penis nach.

    Im Körper werden die Hormone Oxytocin und Prolaktin ausgeschüttet. Sie bewirken, dass der Penis wieder erschlafft und das Blut aus den Schwellkörpern abfließen kann.