Tipps bei Erektionsproblemen

Wenn Sie an Erektionsstörungen leiden, verfügt die moderne Medizin über verschiedene Möglichkeiten, Ihnen zu helfen. Trotzdem sollte jeder betroffene Mann parallel zur Behandlung auch selbst etwas für seine Gesundheit tun.

Durch eine gesunde Ernährung und Gewichtsreduktion kann Erektionsstörungen entgegen gewirkt werden.

Erektionsstörungen haben oft auch viel mit der Lebensweise zu tun

Dauerhafte Probleme mit der Erektion sind selten ein Schicksalsschlag aus heiterem Himmel. Rauchen, mangelnde Bewegung und Übergewicht gehen häufig der Potenzschwäche voraus und sind ebenso häufig auch mit einem Testosteronmangel verknüpft. Und auch, wenn man(n) das jetzt nicht so gern hört: Erektionsschwäche und Testosteronmangel sind bei vielen Männern Folge einer dauerhaft ungesunden Lebensweise. Das Gute daran: Für Betroffene besteht die Chance, die Erektionsstörung und Testosteronwerte mithilfe einer Veränderung der Lebensgewohnheiten wieder zu verbessern oder eventuell sogar wieder ohne Hilfsmittel in den Griff zu bekommen. Wichtig für den Erfolg sind Motivation, Geduld und Konsequenz.

Oft reichen schon kleine Verbesserungen, um erste Erfolge zu erzielen

Ein gesünderes Leben zu führen ist nicht so kompliziert und aufwändig, wie Sie vielleicht denken. Auch sportliche Qualen und ständiger Verzicht müssen nicht sein! Bei fast allen Menschen reichen schon kleine Änderungen im Alltag und ein bisschen mehr Bewusstsein für Nahrungsmittel, um große Verbesserungen herbeizuführen.

Hier ein paar Tipps bei Erektionsproblemen:

  • Mehr Bewegung im Alltag
  • Nehmen Sie die Treppe, statt den Aufzug (auch, wenn es ganz nach oben geht!)
  • Lassen Sie das Auto stehen und gehen Sie kleinere Strecken zu Fuß
  • Machen Sie Ihr Fahrrad fit und radeln Sie zwei bis dreimal pro Woche
  • Gartenarbeit und Fensterputzen bieten jede Menge Bewegung „nebenbei“

Mehr Sport

Wenn Sie spüren, wie gut Ihnen ein bisschen mehr Bewegung im Alltag tut, bekommen Sie vielleicht sogar Lust sich in einem Fitness-Studio anzumelden. Dort können Sie sich von einem professionellen Trainer das perfekte Workout für Ihren Körper und Gesundheitszustand zusammenstellen lassen. Oder Sie suchen sich ein sportliches Hobby. Fußball, Volleyball, Schwimmen: Viele Männer haben „früher mal“ mit Leidenschaft einen Mannschaftssport betrieben. Warum nicht wieder einsteigen? Suchen Sie sich eine Hobbytruppe, die in Ihrer Nähe trainiert!

Versuchen Sie regelmäßig einen Gang runterzuschalten, z.B. mit Sport oder ausreichend Schlaf.

Gewichtsabnahme

Viele Männer, die von Erektionsstörungen betroffen sind, haben einige Kilos zu viel auf den Rippen. Auch Begleiterkrankungen der erektilen Dysfunktion (z. B. Durchblutungsstörungen, Testosteronmangel, Bluthochdruck, metabolisches Syndrom) werden sehr häufig von Übergewicht begleitet oder sogar ausgelöst. Eine Gewichtsreduktion hilft auf jeden Fall, Ihre Gesundheit spürbar zu verbessern. Auch eine Steigerung der Lebensqualität und Potenz ist wahrscheinlich. Natürlich können Sie „auf eigene Faust“ beginnen, abzunehmen. Essen Sie dazu deutlich weniger Fett und Zucker und gleichzeitig mehr Ballaststoffe (z. B. Vollkornbrot, Vollkornnudeln) und vitaminreiches Gemüse (z. B. Brokkoli, Feldsalat usw.). Sie sollten auch darauf achten, nicht zu spät zu essen (nicht mehr nach 19 Uhr). Vielen Menschen fällt es allerdings leichter, in einer Gruppe (z. B. “Weight Watchers“) oder mit Hilfe eines Ernährungsberaters abzunehmen. Fragen Sie Ihren Hausarzt nach Möglichkeiten in der Nähe Ihres Wohnortes.

Nikotin streichen

Machen Sie keine faulen Kompromisse. Falls Sie noch Rauchen, sagen Sie Zigaretten endgültig auf Wiedersehen. Jeder weiß, dass Rauchen dem Körper schwere Schäden zufügen kann. Und: Sie können auch der Potenz schaden! Viele Raucher leiden an Durchblutungsstörungen, die sich regelmäßig auch in Form von Erektionsproblemen niederschlagen. Als Nichtraucher tun Sie nicht nur Ihrer allgemeinen Gesundheit, sondern auch ganz konkret Ihrer Potenz einen Gefallen. Probieren Sie es aus!

Streichen Sie Nikotin und minimieren Sie Ihren Alkoholkonsum – für eine intakte Potenz.

Alkohol reduzieren

Mal ein Bier mit Freunden oder ein Glas Rotwein zum Essen – völlig okay. Übermäßiger Alkoholkonsum (z.B. täglich Bier oder regelmäßig harte Spirituosen) stellt aber ein großes gesundheitliches Risiko dar, welches Sie aus vielen Gründen umgehend abstellen sollten. Was die Probleme mit der Erektion angeht, Fakt ist: Viele Alkoholiker – auch solche, die von sich behaupten, das Problem „im Griff“ zu haben – leiden an erektiler Dysfunktion. Zudem schadet übermäßiger Genuss von Alkohol dem gesamten Organismus. Spätfolgen sind praktisch vorprogrammiert. Wenn Sie Probleme haben, weniger oder gar keinen Alkohol zu trinken, sollte Ihr erster Ansprechpartner Ihr Hausarzt sein.

Stress abbauen

Immer mehr Menschen stehen unter Dauerstress. Job, Finanzen, Konflikte in der Familie: Es ist nicht leicht, trotz vieler Belastungen im Leben entspannt zu bleiben. Bei vielen Männern schlagen sich Druck und Stress auf die Erektionsfähigkeit nieder. Das Verlangen nach Sex schwindet, oft kommen Erektionsprobleme dazu. Versuchen Sie regelmäßig einen Gang runter zu schalten. Sport und ausreichend Schlaf sind zum Beispiel sehr gute Mittel, um ganz bewusst etwas für sich zu tun und mal „runterzukommen“. Und, auch das ist wichtig: Erwarten Sie nicht immer Höchstleistungen von sich. Vielen Männern tut es gut, zu lernen, auch mal Nein zu sagen. Zum Chef, zu Freunden und auch mal zur Familie.

Die Partnerschaft pflegen

Wenn ein Mann Probleme mit seiner Erektion hat, leidet fast immer die Partnerschaft darunter. Versuchen Sie, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Viele Männer, die an erektiler Dysfunktion leiden, ziehen sich von ihrer Partnerin zurück und vermeiden alles, was zu Sex und der Konfrontation mit dem Erektionsproblem führen könnte. Folge: Die Frau bezieht das Problem auf sich, ist verunsichert, gekränkt, ratlos. Auch wenn es zuerst ein bisschen schwer fällt: Sie sollten mit Ihrer Partnerin über das Problem sprechen. Sagen Sie Ihr ganz deutlich, dass die Erektionsprobleme nichts mit ihr zu tun haben und Sie sie nach wie vor begehrenswert finden. Wenn sexuelle Situationen für Sie erst mal schwierig sind, können Sie versuchen, die Partnerschaft und auch das Bedürfnis nach Nähe anderweitig zu pflegen. Laden Sie Ihre Partnerin zum Essen ein oder gehen Sie ins Kino. Auch ausgiebiges Kuscheln vor dem Fernseher setzt jede Menge Glückshormone frei! Schieben Sie den nächsten Versuch, Sex zu haben, nicht auf die lange Bank. Geben Sie sich und Ihrer Partnerin regelmäßig eine Chance! Wichtig dabei ist, dass Sie sich beide keinen Druck machen.