Ursachen und Symptome von Erektionsproblemen

Fast alle Männer fühlen sich verzweifelt, wenn sie an Erektionsstörungen leiden. Doch es gibt viele Möglichkeiten, diese erfolgreich zu behandeln! Wichtig ist, den Ursachen des Problems auf den Grund zu gehen.

Durchbrechen Sie den Teufelskreis: Sprechen Sie mit Ihrem Partner ganz offen!

Die meisten Männer fühlen sich allein mit dem Problem

Wenn der Penis beim Sex nicht steif werden will, bricht für viele Männer innerlich eine Welt zusammen. Angst, Druck und Zweifel an der eigenen Männlichkeit sind vorprogrammiert. Ein Teufelskreis beginnt.
Bestimmt kennen Sie das auch aus anderen Situationen im Leben: Wenn man etwas unbedingt will, klappt es erst recht nicht. Das Problem wird meist noch verschärft, weil die wenigsten Männer sich mit dieser „heiklen Sache“ jemandem anvertrauen wollen. Zum Arzt? Wie peinlich, bloß nicht! Dem besten Freund erzählen? Auf keinen Fall, dann stehe ich ja als Versager da! Viele Männer fühlen sich mit Erektionsstörungen deshalb oft über lange Zeit einsam und allein gelassen, Angst und Ratlosigkeit werden immer größer.

Bei Männern über 40 ist jeder dritte Mann von Erektionsproblemen betroffen.

Erektionsprobleme sind sehr weit verbreitet

Fakt ist aber: Erektionsstörungen sind absolut keine Seltenheit. Bei Männern über 40 ist mindestens jeder dritte Mann gelegentlich oder regelmäßig davon betroffen. Aber auch viele junge Männer kennen das Problem, denn die Ursachen sind vielfältig.

Oft kommt es zu Problemen in der Partnerschaft

Schwierig ist für betroffene Männer fast immer auch das Gespräch mit der Partnerin. Nicht selten enden „Sexpannen“ mit peinlichem Schweigen. Noch komplizierter wird es, wenn die Partnerin das Problem auf sich bezieht und beleidigt oder verletzt reagiert. Viele Männer ziehen sich nach solchen Erfahrungen zurück und vermeiden jegliche Situationen und Gesten, die zu Sex führen könnten. Früher oder später führt dieses Vermeidungsverhalten dann bei vielen Paaren zu Problemen in der Partnerschaft.

In rund 70 % der Fälle sind körperliche Ursachen schuld an einer Erektilen Dysfunktion.

Symptome der Erektilen Dysfunktion

Wichtig zu wissen: Nicht jeder Mann, der hin und wieder mal Probleme mit der Erektion hat, leidet gleich an einer Erektilen Dysfunktion, wie die Störung in Fachkreisen genannt wird. Eine behandlungsbedürftige Erektile Dysfunktion liegt vor, wenn ein Mann regelmäßig keine Erektion bekommen oder halten kann, die für einen Geschlechtsverkehr ausreicht. Zwei Kriterien sind für die Diagnose „Erektile Dysfunktion“ besonders ausschlaggebend:

  • Der Penis wird nicht hart genug und/oder erschlafft vor oder während des Verkehrs wieder.
  • Das Problem hält über mindestens sechs Monate an und tritt in mehr als zwei Dritteln der Versuche, Geschlechtsverkehr zu haben, auf.

Fast immer entwickelt sich eine Erektile Dysfunktion über einen längeren Zeitraum hinweg. Sie tritt beim Verkehr mit dem Partner und/oder bei der Selbstbefriedigung auf. Wenn Erektionsprobleme sowohl beim Sex mit der Partnerin, als auch bei der Masturbation vorkommen, deutet das auf körperliche Ursachen wie Gefäßveränderungen hin. Wenn auch Schlaferektionen ausbleiben, ist das ein weiterer Hinweis auf körperliche Ursachen. Bleibt die Erektion nur in bestimmten Situationen aus, kommen auch psychische Auslöser infrage.

Der typische Kreislauf von Erektionsproblemen

Ursachen der Erektilen Dysfunktion

In rund 70 Prozent der Fälle sind körperliche Ursachen schuld an einer Erektilen Dysfunktion. Am häufigsten ist die Penisdurchblutung gestört oder die Penismuskulatur geschädigt.
Immer häufiger stecken aber auch psychische Faktoren oder eine dauerhaft ungesunde Lebensweise hinter der Erkrankung.

Stress und Angst

Druck im Berufsleben, Alltagssorgen, finanzielle Probleme: Bei immer mehr Menschen zehrt Stress in bedrohlichem Maße an der Lebensenergie. Die Dauerbelastungen schlagen sich auch auf das Sexleben nieder. Bei vielen Paaren, die von Sorgen im Alltag geplagt werden, versiegt als Nebeneffekt die Lust auf Erotik. Wenn sich beide dann doch mal „aufraffen“, aber der Kopf nicht frei ist, kommt es beim Mann nicht selten zu Problemen mit der Erektion. Stress begünstigt auch häufig eine ungesunde Lebensweise (viel Fast Food, wenig Schlaf etc), die wiederum Erektionsprobleme auslösen kann. Nicht zuletzt führt auch Stress wegen bestehender Erektionsstörungen – unabhängig vom Auslöser -­ oft zu einer massiven Verschärfung des Problems. Männer, die sich wegen ihrer Probleme beim Sex zu sehr unter Erfolgsdruck setzen, geraten schnell in einen Teufelskreis aus Druck, Angst und Enttäuschung. In solchen Fällen kann neben der klassischen Behandlung durch einen Arzt oder Urologen auch eine Psycho- oder Paartherapie helfen, dieses Muster zu durchbrechen.

Ungesunder Lebensstil

Vielleicht gehören auch Sie zu den Männern, die es mit gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung nicht ganz so ernst nehmen? Doch auch, wenn man(n) das nicht so gern hört: Eine ungesunde Lebensweise kann ein ernstzunehmender Grund für Erektionsstörungen sein. Unregelmäßige, einseitige Ernährung, Rauchen, wenig Sport und übermäßiger Alkoholgenuss sind regelmäßig verantwortlich für Probleme mit der Erektion. Grund: Die Blutgefäße leiden, die Durchblutung im gesamten Organismus – auch im Genitalbereich – wird gestört. Ein dauerhaft ungesunder Lebensstil kann sogar die Lust auf Sex versiegen lassen. Eine Studie aus Dänemark zeigt das Ausmaß des Problems: Wissenschaftler fanden heraus, dass ganze 71 Prozent aller gebundenen Männer, die wenig auf ihren Körper und ihre Gesundheit achten, regelmäßig unter fehlender Manneskraft leiden!

Risikofaktoren bei Männern mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Durchblutungsstörungen

Begleitkrankheiten, die Durchblutungsstörungen im Körper auslösen, steigern auch das Risiko für Erektionsprobleme. Sehr häufig tritt Erektile Dysfunktion zusammen mit folgenden Krankheiten auf:

  • Diabetes mellitus
  • Bluthochdruck
  • erhöhte Blutfettwerte
  • metabolisches Syndrom

Die Wechseljahre beim Mann: Testosteronmangel

Forschungsergebnisse haben deutlich gezeigt, dass ein hoher Testosteronspiegel eine wichtige Voraussetzung für eine befriedigende Erektion ist.
Mit den Lebensjahren sinkt beim Mann der Testosteronspiegel im Blut langsam ab, einige erleben diese hormonelle Umstellung sogar als „Wechseljahre beim Mann“ (Andropause).
Sinkt der Hormonspiegel unterhalb der Normwerte, kann das durchaus zu Impotenz führen.
Haben Männer Erektionsprobleme, sollte deshalb unbedingt auch der Testosteronspiegel bestimmt werden.
Neben dem normalen, altersbedingten Abfall des Hormons, können noch viele andere Ursachen Testosteronmangel auslösen.

Medikamenten-Nebenwirkung

Einige Medikamente lösen als Nebenwirkung Probleme mit der Erektionsfähigkeit aus. Besonders häufig ist das bei bestimmten Betablockern (Medikamente gegen Bluthochdruck) und bei entwässernden und cholesterinsenkenden Mitteln der Fall. Auch Psychopharmaka, z.B. Medikamente gegen Depressionen, können eine Erektile Dysfunktion auslösen.

Psychische Krankheiten

Erektile Dysfunktion tritt auch häufig zusammen mit Angsterkrankungen, Stress-Erkrankungen (z.B. Burn-Out) und Depressionen auf.