Besuch beim Andrologen

Wenn Sie Ihren Testosteronspiegel messen lassen möchten, können Sie Ihren Hausarzt fragen oder Sie wählen gleich einen Facharzt für Urologie oder Andrologie. Viele Männer gehen mit mulmigem Gefühl in die Praxis – aber der Arztbesuch ist halb so wild!

Urologen bzw. Andrologen sind die Experten für Testosteronmangelbehandlungen.

Der Arztbesuch ist unumgänglich

Wenn Sie den Verdacht haben, an einem zu niedrigen Testosteronspiegel zu leiden, müssen Sie zum Arzt gehen. Den Hormonmangel kann nur ein Mediziner feststellen und behandeln. Das gilt auch, wenn Sie bereits typische Symptome an sich festgestellt haben.

Am besten kennen sich Andrologen mit Testosteron aus

Es gibt bereits eine ganze Reihe von Hausärzten und Internisten, die auch einen Testosteronmangel erkennen und behandeln. Diese werden mit einer Blutuntersuchung Ihren Testosteronspiegel bestimmen. Vor einer notwendigen Testosteronbehandlung wird Sie der Hausarzt oder Internist zur Prostatauntersuchung an einen Facharzt überweisen. Als Experten für Testosteronmangel und dessen Behandlung gelten Urologen beziehungsweise Andrologen. Häufig sind Andrologen Fachärzte für Urologie, die sich auf dem Gebiet der Männerheilkunde spezialisiert haben. Die Andrologie umfasst das Gebiet der Männerheilkunde. Der Androloge behandelt deshalb vorwiegend Störungen der Zeugungsfähigkeit und des männlichen Hormonhaushalts. Dazu gehört dann auch Testosteronmangel.

Die Arztsuche ist unkompliziert

Auch wenn Sie bislang noch nie etwas von einem „Facharzt für Andrologie“ gehört haben, ist es gut möglich, dass ein solcher Spezialist in der Nähe Ihres Wohnorts praktiziert. Am einfachsten funktioniert die Suche über den „Arztfinder“ hier auf MannVital.de. Auch Ihre Krankenkasse kann Ihnen Ärzte mit diesem Fachgebiet nennen. Falls es keinen Andrologen in Ihrer Nähe gibt, können Sie auch zu einem Urologen gehen.

Der Besuch in der Praxis ist nicht schlimm

Ein bisschen Überwindung kostet es wohl jeden Mann, mit intimen Beschwerden beim Arzt vorstellig zu werden. Klar, das ist völlig normal! Immerhin geht es nicht um einen gebrochenen Arm, sondern um heikle Themen wie Männlichkeit und/oder Sexualität. Am besten Sie machen sich vor Ihrem Besuch beim Arzt ein genaues Bild vom Ablauf des Gesprächs und der Untersuchung. So viel vorweg: Es ist alles halb so wild wie Sie vielleicht denken.

So laufen Gespräch und Untersuchung ab

Einige Männer haben die Befürchtung, bei einem Andrologen oder Urologen gleich am Empfangstresen unangenehme Fragen beantworten zu müssen: Keine Sorge, das ist nicht der Fall. Sie geben ganz normal Ihre Karte ab und setzen sich dann in den Wartebereich. Im Sprechzimmer wird der Arzt zunächst ein Vorgespräch mit Ihnen führen. Auch das ist kein Grund zur Panik. Sie müssen keinen peinlichen „Vortrag“ über Ihr Intimleben halten.

  1. Der Arzt stellt viele Fragen

    Der Arzt wird Ihnen zunächst einige Fragen zu Ihrem aktuellen Gesundheitszustand, zu Vorerkrankungen, und familiären Vorbelastungen (z.B. Prostatakrebs bei Verwandten) und zu bestehenden Symptomen stellen. Er wird das Thema dann auch auf Sex, Potenz oder die Lust auf Sex lenken. Doch auch dieser Teil des Gesprächs wird nicht sonderlich unangenehm sein. Bedenken Sie: Ärzte und insbesondere Urologen beziehungsweise Andrologen befassen sich fast den ganzen Tag mit diesen Themen. Wenn ein Patient beim Erzählen mal ins Stocken gerät, wissen sie meist trotzdem, was gemeint ist.

  2. Wenn Ihnen mal die Worte fehlen, ist das nicht schlimm

    Sollten Ihnen im Sprechzimmer mal die Worte fehlen (z.B. wenn es um Sex, Ihre Erektion o.ä. geht), ist das überhaupt nicht schlimm. Ein guter Arzt wird unbefangen nachhaken und Ihnen bei Ihren Schilderungen auf einfühlsame Art auf die Sprünge helfen.

  3. Die körperliche Untersuchung: Sie können gelassen bleiben!

    Bei einem Urologen beziehungsweise Andrologen folgt nach dem Gespräch die körperliche Untersuchung. Der Arzt wird Sie bitten, sich auf eine Liege zu legen. Zunächst werden der Bauch, die Hoden und der Penis abgetastet, um eventuelle Auffälligkeiten festzustellen.

  4. Nach 30 Sekunden ist „das Schlimmste“ vorbei

    Die Prostata lässt sich nur durch eine rektale Untersuchung beurteilen. Doch auch dies ist kein Grund zur Aufregung. Der Arzt wird Sie bitten, sich auf die Seite zu drehen. Dann zieht er sich einen dünnen Handschuh an und streicht etwas Gel auf einen Finger. Diesen führt er dann – vorsichtig und so schmerzfrei wie möglich – in Ihren After ein. Vom Enddarm aus kann er nun die Prostata ertasten. Die rektale Untersuchung dauert selten länger als 30 Sekunden und tut wirklich nicht weh. Sie können ganz gelassen bleiben. Bei Männern mit zunehmendem Alter sind Prostataveränderungen häufig. Daher kann es eventuell notwendig sein, die Tastuntersuchung durch eine Ultraschalluntersuchung zu ergänzen, wobei der Schallkopf ebenfalls ins Rektum eingeführt wird. Jedoch ist auch dies nicht sehr belastend.

  5. Im Labor werden Ihre Blutwerte ermittelt

    Um Probleme mit dem Testosteronspiegel zweifelsfrei erkennen zu können, wird Ihnen bei Ihrem Besuch in der Praxis auch Blut abgenommen. Im Labor wird dann Ihr Testosteronwert und der Status weiterer Hormone und Proteine (z.B. SHBG, LH, PSA) bestimmt.

Fragebogen zum Selbst-Check

Sie können sich auf Ihren Arztbesuch vorbereiten, indem Sie unseren Fragebogen zum Selbst-Check vorab ausfüllen. Einfach ausdrucken und dem Arzt im Vorgespräch vorlegen.