Testosteronmangel erkennen: Ist jeder Mann betroffen?

13.11.2016
Mannvital Redaktion
Testosteronmangel
1 Min.
Testosteronmangel tritt eher im höheren Alter auf.

Die Werte sollten auch im Alter im Normbereich bleiben. Nach dem 35. Lebensjahr (bei einigen etwas früher, bei anderen etwas später) stellt sich bei allen Männern ein langsames Abfallen des Testosteronwerts ein. Das ist als normaler Testosteronmangel zu erkennen. Bei gesunden Männern fällt das Männlichkeitshormon zudem nur ein bis zwei Prozent pro Jahr, sodass die Werte häufig auch im Alter im Normbereich bleiben.

Inhaltsverzeichnis

    Den Mangel an Testosteron erkennen: Immer mehr Männer leiden daran

    Trotzdem sind in Deutschland immer mehr Männer von Testosteronmangel betroffen. Eine Studie in deutschen Hausarztpraxen hat gezeigt, dass mindestens jeder fünfte Mann einen zu niedrigen Testosteronspiegel aufweist.

    Altersbedinger Testosteronabfall in Kombination mit Begleiterkrankungen

    Bei allen älteren Männern sinkt der Testosteronspiegel im Laufe der Jahre. Immer mehr ältere Patienten leiden parallel zu diesem Prozess aber an weit verbreiteten Erkrankungen, die den Testosteronspiegel zusätzlich senken. Die Folge ist, dass der Testosteronwert unterhalb der Normwerte fällt. Die typischen Symptome von Testosteronmangel sind zu erkennen.

    Häufige Begleiterkrankungen von Testosteronmangel sind:

    • Bluthochdruck
    • Übergewicht
    • Diabetes
    • erhöhte Bluttfettwerte („Cholesterin“)

    Testosteronmangel in Kombination mit ungesunder Lebensweise und/oder Begleiterkrankungen

    Ein niedriger Testosteronspiegel kann auch bereits bei jungen Männern auftreten. Neben spezifischen Erkrankungen wie einem Morbus Klinefelter kann ein ungesunder Lebensstil und dessen körperliche Folgen bei jungen Männern einen Testosteronmangel auslösen. Immer mehr jüngere Patienten leiden an heute typischen Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, einem metabolischen Syndrom oder einem Typ-II-Diabetes.

    Gewohnheiten und Zivilisationserkrankungen, die den Testosteronspiegel senken:

    • Übergewicht/Fettleibigkeit (insbesondere das „Metabolische Syndrom“, mit vermehrter Fettbildung im Bauchbereich)
    • Bewegungsmangel
    • ungesunde/unregelmäßige Ernährung
    • Rauchen
    • Alkoholkonsum
    • Konsum von Drogen wie Marihuana, Kokain etc.
    • Stress

    Die meisten Patienten leiden an Begleiterkrankungen – oder leben ungesund

    Nur zu einem geringeren Teil ist eine Fehlfunktion der Hoden Ursache eines Testosteronmangels.
    Die meisten Patienten, die einen Testosteronmangel erkennen lassen, leiden an Begleiterkrankungen oder pflegen eine ungesunde Lebensweise, welche die Regulation des Testosteronspiegels beeinträchtigt.

    Mehr als jeder 5. Mann über 60 leidet an Testosteronmangel.