Formen des Testosteronmangels

Das Hormon Testosteron wird in den Leydig-Zellen des Hodens produziert. Die Testosteronproduktion unterliegt einer Regelung durch die Hirnanhangdrüse und weiterer Zentren. Kommt es zu einem Mangel, werden drei Arten unterschieden. Wichtig ist, wo und warum es bei der Testosteronproduktion zu Problemen kommt.

Mitverantwortlich für einen niedrigen Testosteronspiegel: Zigaretten & Alkohol

  1. Häufig führt ein ungesunder Lebensstil zu Mangelerscheinungen

    Der Testosteronspiegel wird durch eine ungünstige Stoffwechsellage, Stress, chronische Krankheiten oder Operationen in den Mangelbereich abgesenkt. Am häufigsten tritt der Mangel bei übergewichtigen Männern auf, bei denen der altersbedingte Testosteronabfall verstärkt wird.

  2. Altersbedingter Testosteronmangel

    Bei allen Männern nimmt mit steigendem Alter die Testosteronproduktion ab. Der Prozess beginnt bereits etwa ab dem 35. Lebensjahr. Mit zunehmendem Alter fällt, bei einem steigenden Prozentsatz der Männer, der Testosteronspiegel unterhalb der Normwerte. Immer mehr Männer entwickeln im Laufe der Jahre jedoch einen Hormonmangel, der mit unangenehmen Symptomen wie Leistungsabfall, Muskelschwund, Libidomangel oder Erektionsstörungen einhergehen kann. Sehr häufig ist nicht nur das Alter, sondern auch ein ungesunder Lebensstil mit Übergewicht, einseitiger Ernährung, Zigaretten oder zu viel Alkohol für einen niedrigen Testosteronspiegel verantwortlich. Auch psychischer oder körperlicher Stress kann zu einem spürbaren Hormonmangel führen.

  3. Primärer Testosteronmangel/Hypogonadismus

    Manchmal ist eine Störung der Hormonbildung im Hoden Ursache des Testosteronmangels. Mediziner sprechen dann vom „primären Testosteronmangel“ (auch: primärer Hypogonadimus). Diese Störung kann angeboren sein, wie etwa beim Klinefelter-Syndrom, bei dem ein Gen-Fehler zu einem Mangel des Androgens führt.

    Einem primären Testosteronmangel können auch folgende Störungen zugrundeliegen: Erkrankungen der Hoden, zum Beispiel Entzündungen, Infektionen oder Hodenkrebs, Verletzungen, zum Beispiel eine Verdrehung der Hoden (Hodentorsion), Entwicklungsstörungen, z.B. Hodenhochstand (Leistenhoden), fehlender Hoden (angeboren oder durch Operation, z.B. nach Hodenkrebs)

  4. Sekundärer Testosteronmangel/Hypogonadismus

    Um die Testosteronproduktion im Hoden anzukurbeln, müssen die Steuerungszentren im Gehirn (Hypophyse/ Hypothalamus) Botenstoffe (z.B. LH, GnRH) ausschütten. Ist dieser Prozess gestört, sprechen Mediziner vom „sekundären Testosteronmangel“ (auch: sekundärer Hypogonadimus). Eine zugrunde liegende Erkrankung kann z.B. der Zustand nach Operation eines Hypophysentumors oder eine Schilddrüsenunterfunktion sein. Auch Medikamente, Durchblutungsstörungen, Erkrankungen oder Drogenkonsum können zu einem sekundären Testosteronmangel führen.