Therapie bei Testosteronmangel

Wenn bei Ihnen ein Testosteronmangel festgestellt wurde und Ihr Arzt eine Behandlung vorschlägt, sollten Sie sich keine großen Sorgen machen. Die Behandlung erfordert zwar Kontrollen, sie ist jedoch unkompliziert. Während Testosteronspritzen in der Regel in der Arztpraxis verabreicht werden, kann die Behandlung mit Testosterongel zuhause stattfinden.

Testosteronmangel: So wurde Herbert geholfen

Heutzutage stehen Männern, die an Testosteronmangel leiden, mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, den Testosteronspiegel zu steigern. Es gibt eine Reihe von Präparaten und Anwendungsformen, die fast jedem Mann optimale Verträglichkeit und Wirkung ermöglichen.

Der Arzt entscheidet mit Ihnen zusammen, welche Therapie optimal ist

Welche Behandlungsform am besten für Sie ist, wird der Arzt mit Ihnen besprechen. Jede Art der Therapie hat unterschiedliche Vor- und Nachteile (siehe: „Was ist die richtige Therapie für mich?“).

Testosteron-Gel

Ein Testosteronhaltiges Gel wird einmal täglich morgens auf Oberarme, Schultern oder Bauch aufgetragen. Über die Haut wird das Hormon dann über den Tag verteilt gleichmäßig ins Blut abgegebe. Nachdem das Gel aufgetragen wurde, sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Damit das Testosteron nicht auf andere Personen übergeht, sollte auch Hautkontakt mit den Bereichen, auf denen das Gel aufgetragen wurde, vermieden werden. Speziell Schwangere und Kinder sollten keinen Hautkontakt mit Testosteron-Gel, auch nicht mit den Auftragungsstellen, haben.

Testosteronspritzen

Variante 1: Dem Patienten wird beim Arzt zirka alle 10 bis 14 Wochen eine „Depot-Spritze“ in die Gesässmuskulatur injiziert. Lediglich zu Beginn der Therapie ist ein kürzeres Injektionsintervall notwendig.

Variante 2: Der Arzt gibt dem Patienten alle zwei bis drei Wochen eine Testosteronspritze ins Gesäss. Bei Spritzen kann es jeweils am Anfang und Ende eines Injektionsintervalls zu Werten ober- bzw. unterhalb des angestrebten Testosteron-Normbereiches kommen. Diese Schwankungen können mit Stimmungsveränderungen verbunden sein, die von betroffenen Patienten als unangenehm empfunden werden. Welche Art Spritze für den Patienten geeignet ist, hängt größtenteils vom individuellen Beschwerdebild ab.

Nebenwirkungen

Schwerwiegende Nebenwirkungen einer Testosterontherapie sind selten. Viele Patienten spüren keine unerwünschten Wirkungen der Hormonergänzung. Leichtere Nebenwirkungen sind gut zu tolerieren, ohne dass die Behandlung verändert werden. Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, erhöhte Nervosität, Haarausfall, Hautreaktionen oder eine Vergrößerung der männlichen Brustdrüse treten bei weniger als jedem 10 behandelten Patienten auf.

Prostatakrebs und Testosterontherapie: Angst ist unbegründet

Obwohl die Testosterontherapie in den letzten Jahren, zum Beispiel in den USA, stark zugenommen hat, gibt es keine Hinweise auf eine Zunahme von Prostatakrebs. Viele Ärzte sind heute der Meinung, dass durch eine Testosteronbehandlung das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken, nicht erhöht wird.

Fakt ist: Eine Testosteronbehandlung kann das Wachstum eines bestehenden Prostatakarzinoms beschleunigen und darf deshalb bei Patienten mit Prostatakrebs nicht angewendet werden. Für gesunde Patienten gilt: Es gibt bisher keine Hinweise, dass eine Testosterontherapie das Risiko für die Neuentstehung eines Prostatakarzinoms erhöht.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind notwendig

Um sicherzugehen, dass der Patient nicht bereits an Prostatakrebs erkrankt ist, wird vor der Testosteronbehandlung jedoch grundsätzlich der PSA-Wert kontrolliert und eine Abtastung der Prostata vorgenommen. Der PSA-Wert wird im Blut bestimmt. Diese Kontrolluntersuchungen sollten auch in regelmäßigen Abständen während einer Testosterontherapie durchgeführt werden. Bei einer längeren Behandlung genügt die Kontrolle in jährlichen Abständen.

Gehen Sie regelmässig zur ärztlichen Kontrolle

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